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14. April 2026

Der Anfang war verheißungsvoll.
Am Ziel sind wir noch lange nicht.

Mobilitätsgruppe > Carsharing

e-Carsharing – wo ist der Haken?

Als wir Kontakt zur Bürgerenergie Rhein-Sieg aufgenommen hatten, um über ein Stadtteil-basiertes Carsharing-Angebot zu sprechen, schien alles so einfach. Die Bürgerenergie ging bereitwillig auf unsere Anfrage ein, wir  erarbeiteten einen gemeinsamen Entwurf. Es dauerte nicht lange, bis das Konzept stand, wir waren voller Elan und Umsetzungswillen. Nur eins fehlte: Die Kunden.

Die Idee

Aber der Reihe nach.  Unsere Idee war, ein Einsteigerangebot für das Carsharing von e-Autos anzubieten. Eines, zu dem man kaum Nein sagen könnte. Alles, was wir brauchten, waren mehrere Personen, die nahe beieinander wohnen und sich vorstellen können, ein Auto zu teilen. Als grobe Daumenregel kann man davon ausgehen, dass sich ein Carsharing-Fahrzeug bei einer monatlichen Fahrleistung von 1.000 km rechnet. Eine Ladesäule mit zwei Ladeplätzen würde die Bürgerenergie Rhein-Sieg kostenfrei installieren, wenn ein geeigneter Bauplatz gestellt wird. Als Klimagruppe wollten wir uns beim Finden geeigneter Standorte einbringen.

1.000 km, in Worten: Eintausend Kilometer! Das ist keine große Fahrleistung. Ein eigenes Auto lohnt sich kaum bei der Kilometerzahl, es würde die meiste Zeit stehen und Rost ansetzen. Es müsste doch funktionieren, zwei oder drei Personen in der Nachbarschaft zu finden, die ähnlich wenig fahren! Ein Fahranfänger, eine Familie vielleicht, die sich die hohen Nebenkosten eines Zweitwagens sparen möchten? Es klang alles sehr schlüssig. Also rechneten wir Business Cases durch. Wir sahen uns immer noch in der Siegesspur.

Anwendungsfälle

Angenommen, drei Personen mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 350 Kilometern im Monat teilen sich ein Auto. Über die App kann man das Auto ganz einfach buchen. Zu Fuß oder per Fahrrad erreicht man am gebuchten Termin den Stellplatz, steigt ein und fährt los. Das Charmante an diesem Angebot ist die Idee des Nachbarschaftsautos: Die Wege sind nie lang.

Für fast jeden Autofahrenden bedeutet der Einstieg ins Carsharing das Abmelden des eigenen Autos. Das ist kein kleiner Schritt. Das Auto ist Garant für mobile Freiheit. Diese Freiheit aufgeben, ohne Grund, einfach „nur“ fürs Klima? Wie groß diese gedankliche Hürde ist, hatten wir uns nicht ausgemalt. Wir Klimaenthusiasten!

Ursachenforschung

Schaut man genauer hin, funktioniert die Mobile Shared Economy perfekt bei Fahrrädern. Hinter dem Busbahnhof in Oberpleis sieht man morgens oft 20 und mehr Leihfahrräder aufgereiht. Mittags sind die meisten davon unterwegs. Dieses Angebot funktioniert also erkennbar sehr gut. Wir sind derzeit auf der Suche nach der Ursache, warum das anfängliche Interesse an unserem Carsharing-Angebot umso stärker schrumpfte, je konkreter wir in die Diskussion eingestiegen sind. Für Hinweise, die uns bei unserer Fahndung weiterhelfen könnten, sind wir sehr dankbar!

Profil Heike Zacharias
Heike kontaktieren

Über die Autorin

Heike Zacharias

Heike ist Sprecherin der Mobilitätsgruppe und fährt selbst ein e-Auto – meistens aber mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV. 

  • Über mich

    „Ich bin gelernte Bio-Gemüse-Gärtnerin. Zur Zeit arbeite ich in einem Naturkostladen. Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Menschen und mittlerweile auch Großmutter. Lange Zeit fühlte ich mich hilflos und ohnmächtig gegenüber den Folgen des Klimawandels. Die Gründung der Klimagruppe war für mich ein Segen. Durch den lebendigen Austausch entstehen Ideen und beim Umsetzen entstehen neue Wege. Ich bin unglaublich dankbar für die Menschen dieser Gruppe.“

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Am 21. November 2026 ist Tag des offenen Heizungskellers: Haus- und Wohnungsbesitzer in ganz Deutschland öffnen ihre Tür und zeigen, wie klimafreundliche Heiztechnik im Alltag funktioniert. Besucher können Fragen auf Augenhöhe stellen und erhalten Antworten ohne Verkaufsdruck. Damit Sie für sich und Ihre Wohnsituation die beste Lösung finden.

Die Klimagruppe Königswinter nimmt mit insgesamt sechs Heizungskellern teil, die sich über die Ortsteile im Bergbereich verteilen. Es können verschiedene Technologien besichtigt werden. Die Gastgeber stehen mit Erfahrungsberichten und Tipps zur Verfügung.

Weitere Infos gibt es auf der Eventseite. Dort finden Sie auch Informationen zu den jeweiligen Installationsbedingungen und den verwendeten technischen Ansätzen. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den Organisatoren des Aktionstages.