Autos mit Verbrennermotor erzeugen enorm viel Klimagase. Wir wollen die e-Mobilität fördern.
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e-Carsharing: Die Idee
Auch wenn die Idee überzeugt: es ist gar nicht so einfach, den Anteil an e-Autos zu erhöhen. Solange die Zahl verfügbarer Ladesäulen weit hinter der Zahl an herkömmlichen Tankstellen liegt und die Dauer des Ladens ein Mehrfaches der Dauer eines Tankvorgangs beträgt, bleibt es schwierig. Doch an diesen beiden Stellschrauben lässt sich drehen.
Das e-Auto direkt vor der Haustür
Wie wäre es, wenn Sie einen reservierten Ladeplatz samt e-Auto fast vor der Haustür hätten? Zusammen mit der Bürgerenergie Rhein-Sieg e.V. wollen wir ein Carsharing-Angebot schaffen, das sich an ein Dorf oder ein Stadtviertel in Königswinter richtet und für dessen Bewohner*innen bequem zu erreichen ist.
Die Bürgerenergie Rhein-Sieg als Vertragspartner stellt die Ladesäule kostenfrei auf, gerne auf privatem Grund. Die Ladesäule ist mit zwei Ladepunkten ausgestattet, von denen einer immer für das Carsharing-Fahrzeug reserviert ist. Der andere Ladepunkt ist öffentlich und kann für jedes private e-Auto genutzt werden.
Das Angebot umfasst drei Varianten:
- Ankermieter: Ein Hauptmieter, der Privatperson, ein Unternehmen oder eine andere Organisation sein kann. Er ist Vertragspartner der Bürgerenergie. Daneben können weitere Personen das Angebot nutzen, ohne selbst die Mindestvertragsdauer leisten zu müssen. Dieses Modell ist zum Beispiel für Arbeitgeber interessant, die das Carsharing-Fahrzeug ihren Angestellten zur Verfügung stellen möchten. Buchung und Abrechnung funktionieren über die Carsharing-App, das Fahrzeug wird öffentlich angeboten.
- Nutzungsgemeinschaft mit öffentlichem Charakter: Ein Kreis von mehreren Personen schließt gemeinschaftlich einen Nutzungsvertrag mit der Bürgerenergie ab. Das können beispielsweise Nachbarn sein, die nahe bei einander wohnen. Weitere Personen können das Carsharing-Fahrzeug über die zugehörige App nutzen.
- Geschlossener Nutzerkreis: Anders als die beiden vorherigen, öffentlichen Modelle ist dieses auf eine definierte Gruppe von Personen ausgerichtet, die sich das Carsharing-Fahrzeug teilen. Das Fahrzeug wird nicht öffentlich über die App zur Nutzung angeboten. Nur Personen des geschlossenen Nutzerkreises sehen das Fahrzeug in der App.
In allen drei Modellen bietet die Bürgerenergie Rhein-Sieg einen Full Service-Vertrag für die Fahrzeuge.
Für wen lohnt sich Carsharing?
Carsharing lohnt sich immer dann, wenn das eigene Auto nur sehr wenig bewegt wird und überwiegend vor der eigenen Haustür steht. Für Kurzstrecken ist es die ideale Lösung und kann das Zweit- oder Drittfahrzeug der Familie überflüssig machen. Ein häufiges Gegenargument ist die große Distanz zur Abholstelle und der damit verbundene zusätzliche Zeitaufwand. Durch die räumlich begrenzte Zielgruppe Dorf bzw. Stadtteil kann dieses Angebot bequem und zeitnah genutzt werden. Gebucht wird das Carsharing-Fahrzeug bequem über eine App. Nach dem Abschluss eines Carsharing-Vertrages gibt es eine Einweisung, wie Buchung, Abrechnung und Laden funktionieren. Anders als die meisten Carsharing-Anbieter sind bei der Bürgerenergie Rhein-Sieg auch Fahranfänger und Studenten als Kunden willkommen.
Das Angebot in Stichworten
- Mindestvertragslaufzeit 24 Monate für die Vertragsparteien.
- Die Ladestation wird kostenfrei installiert. Sie besteht aus zwei Ladepunkten. Ein Ladepunkt ist dem Carsharing-Fahrzeug vorbehalten, der andere steht öffentlich zur Verfügung.
- Als Klimagruppe helfen wir bei der Suche nach einem geeigneten Standort für die Ladestation. Sie kann auch auf privatem Grund installiert werden, wenn dieser öffentlich zugänglich ist.
- Die Buchung erfolgt über eine App, die für iPhone und Android verfügbar ist.
- Studenten und Fahranfänger sind als Mieter willkommen
Über die Autorin
Heike Zacharias
Heike ist Sprecherin der Mobilitätsgruppe und fährt selbst ein e-Auto – meistens aber mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV.
